Analoge Schwarz-Weiß Fotografie Kunst von Florian Albrecht-Schoeck

Analoge Schwarz-Weiß Fotografie Kunst von Florian Albrecht-Schoeck

Bild der Werkgruppe „Kraj Rodzinny (Heimat II, 2008)“ von Florian Albrecht-Schoeck / Image the workgroup „Kraj Rodzinny (Homeland II, 2008)“ by Florian Albrecht-Schoeck

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10. Oktober 2021

Analoge Schwarz-Weiß Fotografie Kunst von Florian Albrecht-Schoeck

Bis 2016 war Analoge Schwarzweiß Fotografie mein künstlerisches Medium. Ich nutze während dieser Zeit überwiegend eine analoge Mittelformatkamera. Die analogen Schwarz-Weiß Negative entwickelte ich damals oft unter meinem Schlafsack, welcher mir als Dunkelkammer diente. Dies klingt etwas merkwürdig, das gehörte aber zu meinem früheren fotografischen Prozesses. Die dabei entstandenen Schlieren, Kratzer und Störungen auf den Negativen gehörten für mich zum Bild dazu, wie das fotografierte Motiv selbst.
Ich würde meine damalige unkonventionelle Art und Weiße künstlerisch mit der Fotografie zu Arbeiten als „intuitiv“ beschreiben. Auch eine Art Sammeltätigkeit spielte dabei eine große Rolle für mich. Ich habe immer eine Kamera bei mir dabei. Auch suche ich keine Orte oder Situationen für meine Bilder, ich finde sie intuitiv.  Diese Bilder baue ich dann nach Gefühl zu meinen Serien, Werke, Wandarbeiten und Bücher zusammen.

Der Verlust des Ortsbezugs
Für mich ist auch ganz wichtig, dass man nicht erkennt, wo meine Bilder entstanden sind. Das war mit der Schwarz-Weiß-Fotografie oft einfacher als mit der farbigen Digitalfotografie. Die Schwarz-weiß-Ästhetik besitzt immer etwas Neutralisierendes einerseits aber auch etwas sehr Fokussierendes bzw. Atmosphärisches anderseits. In meinen Bildern sind in der Regel auch keine Autokennzeichen, Menschen, Straßenschilder oder Schriften zu sehen. Meine Bilder sind nicht als Dokumentation eines bestimmten Landabschnitts oder einer Region zu verstehen. Durch meine fotografische Herangehensweise werden meine Motive ihrem Kontext enthoben und verlieren ihren Ortsbezug.

Auslöser „Heimat“
Mitauslöser mit dem Medium Fotografie zu arbeiten waren die „Heimat-Chroniken“ von Edgar Reitz. Diese sah ich während meines Kunststudiums an der Hochschule für Gestaltung Offenbach im Jahr 2008. Inspiriert durch seine Filme, begann ich mich mit dem Thema Heimat intensiv auseinander zusetzen und entwickelte schnell meine erwähnte Art zu Fotografieren

20.000 Analoge Schwarz Weiß Negative
In einem Zeitraum von ca. zehn Jahren entstanden mit einer Mittelformat-Kamera ungefähr 20.000 analoge fotografische Aufnahmen. Einige meiner Fotografien sind mittlerweile Teil renommierter Kunstsammlungen, wie der Deutsche Börse Art Collection oder dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Marburg.

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