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12.05.2020

Ganz allein

Text zur Arbeit der 3D Online Ausstellung: Lock Down Load Katastrophen haben schon viele von uns erleben müssen. Resultierende Konsequenzen waren zumeist geringfügig kalkulierbar. Die Folgen der aktuellen Situation sind schwer abschätzbar. Die Welt wie wir sie kennen wird sich verändern, dass ist jetzt schon spürbar. Besorgniserregende Tendenzen gab es aber bereits vor der Pandemie. Der weltweit schnell wachsende Nationalismus und Populismus ist mehr als beängstigend. Die mörderischen und fremdenfeindlichen Attentate in Hanau und Halle (Deutschland) zeigten in erschreckender Weise, dass auf Worte Taten folgen. Ein Aufschrei gegen Fremdenfeindlichkeit blieb größtenteils aus. Jetzt, da Menschen sich wegen einer Pandemie temporär einschränken müssen, wird das Klagen der Menschen jedoch immer lauter. Gerade diejenigen, die über Jahrzehnte hinweg schweigend mit Konsum und Arbeit ihre Wahrnehmung, Existenz und ihr Gewissen legitimiert haben, rufen nun empört nach ihren „Bürgerrechten“. Es wird zu Demonstrationen und stellenweise zur Revolution aufgefordert. Denn sobald unsere Komfortzone etwas eingeschränkt wird, kocht der Volkszorn! In diesem Vakuum versuche ich die gegenwärtige Situation mit Fotografien für mich zu sortieren. Dabei fühle ich mich in dieser Welt oft ziemlich fremd. Text zur Arbeit der 3D Online Ausstellung: Lock Down Load
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