Analoge Schwarz-Weiß Fotografie Kunst von Florian Albrecht-Schoeck

Bis 2016 war Analoge Schwarzweiß Fotografie mein künstlerisches Medium. Ich nutze während dieser Zeit überwiegend eine analoge Mittelformatkamera. Die analogen Schwarz-Weiß Negative entwickelte ich damals oft unter meinem Schlafsack, welcher mir als Dunkelkammer diente. Dies klingt etwas merkwürdig, das gehörte aber zu meinem früheren fotografischen Prozesses. Die dabei entstandenen Schlieren, Kratzer und Störungen auf den Negativen gehörten für mich zum Bild dazu, wie das fotografierte Motiv selbst.
Ich würde meine damalige unkonventionelle Art und Weiße künstlerisch mit der Fotografie zu Arbeiten als „intuitiv“ beschreiben. Auch eine Art Sammeltätigkeit spielte dabei eine große Rolle für mich. Ich habe immer eine Kamera bei mir dabei. Auch suche ich keine Orte oder Situationen für meine Bilder, ich finde sie intuitiv.  Diese Bilder baue ich dann nach Gefühl zu meinen Serien, Werke, Wandarbeiten und Bücher zusammen.

 

Der Verlust des Ortsbezugs

Für mich ist auch ganz wichtig, dass man nicht erkennt, wo meine Bilder entstanden sind. Das war mit der Schwarz-Weiß-Fotografie oft einfacher als mit der farbigen Digitalfotografie. Die Schwarz-weiß-Ästhetik besitzt immer etwas Neutralisierendes einerseits aber auch etwas sehr Fokussierendes bzw. Atmosphärisches anderseits. In meinen Bildern sind in der Regel auch keine Autokennzeichen, Menschen, Straßenschilder oder Schriften zu sehen. Meine Bilder sind nicht als Dokumentation eines bestimmten Landabschnitts oder einer Region zu verstehen. Durch meine fotografische Herangehensweise werden meine Motive ihrem Kontext enthoben und verlieren ihren Ortsbezug.

 

Auslöser „Heimat“

Mitauslöser mit dem Medium Fotografie zu arbeiten waren die „Heimat-Chroniken“ von Edgar Reitz. Diese sah ich während meines Kunststudiums an der Hochschule für Gestaltung Offenbach im Jahr 2008. Inspiriert durch seine Filme, begann ich mich mit dem Thema Heimat intensiv auseinander zusetzen und entwickelte schnell meine erwähnte Art zu Fotografieren

 

20.000 Analoge Schwarz Weiß Negative

In einem Zeitraum von ca. zehn Jahren entstanden mit einer Mittelformat-Kamera ungefähr 20.000 analoge fotografische Aufnahmen. Einige meiner Fotografien sind mittlerweile Teil renommierter Kunstsammlungen, wie der Deutsche Börse Art Collection oder dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte in Marburg.

 

Meine Analoge Schwarzweiß Fotografie 2008 – 2016

In chronologischer Reihenfolge:

Weitere Künstler Blog Artikel

Kostenfaktor Humanismus: Armutszahlen, Flüchtlingszahlen oder Infektionszahlen: Warum sehen viele scheinbar nur Zahlen und nicht die Menschen und Schicksale dahinter?

Teil VI: Kostenfaktor Humanismus

Kostenfaktor Humanismus: Armutszahlen, Flüchtlingszahlen oder Infektionszahlen: Warum sehen viele scheinbar nur Zahlen und nicht die Menschen und Schicksale dahinter?

Mein erstes Foto aus dem Jahr 2004.

Teil V: „Mein erstes Foto ever“

In meinem neuen Blog-Artikel „Mein erstes Foto ever“ geht es um meine erste digitale Fotografie. Was das Bild für mich heutzutage bedeutet, wie es entstand und warum ein verpixeltes Bild für mich viel über das Gefühl von Geborgenheit, Zugehörigkeit und Sicherheit aussagen kann, erfährt man in diesem Blog Artikel.

Inmitten monotoner Wohlstandneubauten

03.01.2021 Inmitten monotoner Wohlstandneubauten  Wenn man beim spazieren inmitten monotoner Wohlstandneubauten Sätze von spazierenden hört wie „Erkenne deinen Marktwert und positioniere dich strategisch“ denke ich

Florian Albrecht-Schoeck

„Lockdown Medium“

In meinem neuen Blogbeitrag „Lockdown Medium“ geht es um die Erkenntnis, das ich als Künstler kein Automobilhersteller bin, aber immer noch etwas Teil dieser Gesellschaft. Es geht um die Exekutive, Konfrontationstherapie, Autobahnausbaugegner, Schule, Erderwärmung, Lockdown-Varianten, Ausgangssperren, Weihnachten und ein wenig Empathie und Liebe =)

Warum läuft es noch?

Seit März kann ich die Maßnahmen bezüglich der Pandemie größtenteils nachvollziehen und auch befürworten.

Florian Albrecht-Schoeck

#AdriaStattArmut

Viele Menschen stehen aktuell vor der ‚existentiellen‘ Frage: Urlaub 2020 – wo, wie und wann!

Florian Albrecht-Schoeck

1. Mai

Würde es nicht Sinn machen, am heutigen Tag und unter Berücksichtigung der gegenwärtigen Situation, den Begriff von Arbeit mal grundlegend zu hinterfragen?